Das ganze Leben besteht aus vergangener und stets wiederkehrender Liebe.
Wenn man an die eigene anfängliche Liebe denkt, denken die meisten an Sachen wie die erste große Liebe, an den ersten Freund oder die erste Freundin und den ersten Kuss.
Es mag Menschen geben, die behaupten, der Tod habe nichts mit Liebe zu tun.
Wenn man sich jedoch in Menschen hineinversetzt, die immer jemanden geliebt haben, aber diese Liebe nicht erwidert wurde, dann stellt man fest, dass mache dabei verbittert und sogar Hasserfüllt werden.
Sie sind unzufrieden mit sich und ihren Körpern, sind so unglücklich, dass manche unter ihnen auch oftmals nur den Tod als Erlösung der seelischen Probleme sehen.
Manchen reicht es jedoch auch sich selbst zu verletzen, ihnen geht es dann besser. Es ist, als wenn der seelische Schmerz aus ihnen herausgesogen wird, als wenn der physische den psychischen Schmerz ersetzt, gar vertreibt.
Manche drücken brennende Zigaretten auf ihrem eigenem Körper aus.
Andere ritzen sich mit spitzen Gegenständen bis aufs Blut in die Haut.
Jene unter ihnen, die denken sie wären zu feige, weil sie es nicht schaffen ihrem Leben ein Ende zu bereiten, einen Schlussstrich zu ziehen, diese Leute wissen nicht, wie falsch sie in Wirklichkeit liegen.
Alle, die jemanden kennen der so denkt, sind dazu verpflichtet diese Person vom Gegenteil zu überzeugen. Egal wie. Aber ihr rettet damit das Leben eines wertvollen Menschen.
Viel weiter wollte ich dieses traurige, aber wichtige Thema nicht vertiefen, denn die Liebe hat ja auch viele schöne Seiten. Und ich bin froh, diese Seiten, auch nach mehreren Enttäuschungen erleben zu dürfen.
Ich knüpfe jetzt noch mal an meinen Anfang an.
Wie ich ja bereits sagte, verbinden viele mit der anfänglichen Liebe unter anderem den ersten Freund bzw. die erste Freundin. Daraus schlussfolgernd denken sie auch an den ersten Kuss.
Es mag ja sein, dass in der ersten Beziehung häufig der erste Kuss eine Rolle spielt, aber man kann nicht behaupten, dass es immer so ist.
Manch einer erlebt ihn vielleicht erst mit dem dritten oder vierten Partner, auch wenn dies eher selten vorkommt.
Einige denken gerne an ihren ersten Kuss zurück, andere jedoch weniger. Aber was Besonderes bleibt dieses ’Phänomen’ allerdings schon.
Mit jedem Partner ist natürlich auch alles ganz anders. Es ist jedes mal ein neues Erproben jeglicher Weise. Vom ersten Kuss bis hin zum Sex. Nichts davon wird genauso sein wie mit einem vorherigen Partner.
Jemand der das Gegenteil erwartet, wird hierbei sehr schnell enttäuscht werden.
Eine Beziehung mit dem Menschen, den man liebt, zu haben ist sehr schön. Man kann die Gefühle, die man hat, offen zeigen, darüber reden und sie mit diesem einen, ganz besonderen Menschen teilen.
Es ist schön diese Person zu berühren und zu küssen.
Wenn man spürt, dass man auch geliebt und gebraucht wird, ist es das schönste was es für einen gibt.
Doch Liebe kann auch blind machen.
Wenn man geglaubt hat, der Partner liebt einen so abgöttisch, wird dabei aber nur ausgenutzt und findet das später nach einer Trennung und nach vielem Nachdenken heraus, dann ist das ein großer Schock. Fast wie ein Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht.
Klar kommt man dann ins Grübeln, warum man das nicht schon eher gemerkt habe. Bei sehr empfindlichen Personen kann es jedoch auch zu Hass auf das gesamte Geschlecht, von dem sie hintergangen wurden, führen. Und dies ist bereits ein Fall für professionelle Hilfe, denn so ein Hass kann Menschen dazu bringen immer wieder neue Beziehungen einzugehen, um diesen Personen Schmerz zuzufügen oder gar umzubringen.
Grade heute noch habe ich einen solchen nachgespielten Fall in einer der vielen Gerichtsshows gesehen.
Über all diese Dinge konnte ich so ausführlich schreiben, weil ich fast die ganze Spannbreite, über die ich geschrieben habe, selbst erlebt habe. Hinzufügen will ich noch, dass ich keinerlei Hass auf das andere Geschlecht empfinde und entwickelt habe.
Und ich denke, es ist unnötig zu erwähnen, dass ich mich wegen der Anfangsszenerie nie umgebracht habe.
Allerdings muss ich eingestehen zu der Kategorie Mensch gehört zu haben, die sich selbst verletzt haben und gedacht haben zu feige zu sein, um sich umzubringen.
In dieser, für mich, schweren Zeit habe ich allerdings sehr gute Freunde gehabt, die mich aufgemuntert, mir Mut gegeben und mich am Leben gehalten haben.
Heute kann ich stolz sagen, dass ich, seit ich mit meinem jetzigen Freund zusammen bin, nicht mehr so denke, trotz Fernbeziehung sehr glücklich bin und anderen, die die selben Probleme haben, wie ich sie einst hatte, helfe darüber hinweg zu kommen, dem Tod den Rücken zu zukehren und sich dem Leben zu zuwenden.