Archiv für 18. Mai 2008

18
Mai
08

Freunde

Die Schulstunden sind der Horror.

Ich bin umringt von meinen Mitschülern

aber ich fühl mich allein, so verdammt allein.

Meine beste Freundin hat keine Zeit mehr für meine Probleme.

Sie redet lieber mit unserer neuen Freundin..

Eigentlich hab ich nichts gegen sie, eigentlich…

Langsam fang ich an sie zu hassen

Sie treibt uns alle auseinander.

Ich muss dabei zugucken

weiß nicht was ich machen soll.

Ich hab doch grade erst eine Freundin verloren,

ich will nicht auch noch den Rest verlieren.

Oder hab ich sie schon verloren und merk es nur nicht?

Ich muss mit ihnen reden, aber ich kann nicht

Ich bring es nicht über mich

weil eigentlich hab ich ja nichts gegen sie

Sie tut mir nur verdammt weh, sie weiß es nur nicht

Ich versuch ihr aus dem Weg zu gehen,

aber ich schaff es nicht..

Jedes mal wenn ich die beiden wieder reden höre, tut es weh

Ich kann nichts dagegen tun

Ich will sie nicht mehr in unserer Klasse haben,

sie soll wieder gehen,

in ihre alte Klasse

ich kann nicht mehr,

weine jeden Tag wegen ihr

allein

wenn ich so allein bin wie ich mich in der Schule fühle..

es schmerzt dieses Gefühl

will nicht mehr allein sein

nicht schon wieder…

früher war ich allein,

allein mit meinen Problemen

ich konnt nicht drüber sprechen

sie hättens alle nicht verstanden

meinen Schmerz und meine Sehnsucht nicht verstanden..

meine Erlösung missbilligt..

Sie bringt mich wieder zum Ritzen

ich spüre es, es ist nur noch eine Frage der Zeit

Zeit heilt keine Wunden, sie werden nur umso tiefer…

Das hab ich gelernt und bald ist es wieder so weit

Der Schmerz sitzt dann zu tief,

zu tief um ihn zu heilen

Dann gibt es nur noch einen Ausweg

Ich muss den seelischen Schmerz ersticken,

gegen den körperlichen ersetzen…

18
Mai
08

Liebe mit ihren schönen Seiten und ihren Nebenwirkungen

Das ganze Leben besteht aus vergangener und stets wiederkehrender Liebe.

Wenn man an die eigene anfängliche Liebe denkt, denken die meisten an Sachen wie die erste große Liebe, an den ersten Freund oder die erste Freundin und den ersten Kuss.

Es mag Menschen geben, die behaupten, der Tod habe nichts mit Liebe zu tun.

Wenn man sich jedoch in Menschen hineinversetzt, die immer jemanden geliebt haben, aber diese Liebe nicht erwidert wurde, dann stellt man fest, dass mache dabei verbittert und sogar Hasserfüllt werden.

Sie sind unzufrieden mit sich und ihren Körpern, sind so unglücklich, dass manche unter ihnen auch oftmals nur den Tod als Erlösung der seelischen Probleme sehen.

Manchen reicht es jedoch auch sich selbst zu verletzen, ihnen geht es dann besser. Es ist, als wenn der seelische Schmerz aus ihnen herausgesogen wird, als wenn der physische den psychischen Schmerz ersetzt, gar vertreibt.

Manche drücken brennende Zigaretten auf ihrem eigenem Körper aus.

Andere ritzen sich mit spitzen Gegenständen bis aufs Blut in die Haut.

Jene unter ihnen, die denken sie wären zu feige, weil sie es nicht schaffen ihrem Leben ein Ende zu bereiten, einen Schlussstrich zu ziehen, diese Leute wissen nicht, wie falsch sie in Wirklichkeit liegen.

Alle, die jemanden kennen der so denkt, sind dazu verpflichtet diese Person vom Gegenteil zu überzeugen. Egal wie. Aber ihr rettet damit das Leben eines wertvollen Menschen.

Viel weiter wollte ich dieses traurige, aber wichtige Thema nicht vertiefen, denn die Liebe hat ja auch viele schöne Seiten. Und ich bin froh, diese Seiten, auch nach mehreren Enttäuschungen erleben zu dürfen.

Ich knüpfe jetzt noch mal an meinen Anfang an.

Wie ich ja bereits sagte, verbinden viele mit der anfänglichen Liebe unter anderem den ersten Freund bzw. die erste Freundin. Daraus schlussfolgernd denken sie auch an den ersten Kuss.

Es mag ja sein, dass in der ersten Beziehung häufig der erste Kuss eine Rolle spielt, aber man kann nicht behaupten, dass es immer so ist.

Manch einer erlebt ihn vielleicht erst mit dem dritten oder vierten Partner, auch wenn dies eher selten vorkommt.

Einige denken gerne an ihren ersten Kuss zurück, andere jedoch weniger. Aber was Besonderes bleibt dieses ’Phänomen’ allerdings schon.

Mit jedem Partner ist natürlich auch alles ganz anders. Es ist jedes mal ein neues Erproben jeglicher Weise. Vom ersten Kuss bis hin zum Sex. Nichts davon wird genauso sein wie mit einem vorherigen Partner.

Jemand der das Gegenteil erwartet, wird hierbei sehr schnell enttäuscht werden.

Eine Beziehung mit dem Menschen, den man liebt, zu haben ist sehr schön. Man kann die Gefühle, die man hat, offen zeigen, darüber reden und sie mit diesem einen, ganz besonderen Menschen teilen.

Es ist schön diese Person zu berühren und zu küssen.

Wenn man spürt, dass man auch geliebt und gebraucht wird, ist es das schönste was es für einen gibt.

Doch Liebe kann auch blind machen.

Wenn man geglaubt hat, der Partner liebt einen so abgöttisch, wird dabei aber nur ausgenutzt und findet das später nach einer Trennung und nach vielem Nachdenken heraus, dann ist das ein großer Schock. Fast wie ein Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht.

Klar kommt man dann ins Grübeln, warum man das nicht schon eher gemerkt habe. Bei sehr empfindlichen Personen kann es jedoch auch zu Hass auf das gesamte Geschlecht, von dem sie hintergangen wurden, führen. Und dies ist bereits ein Fall für professionelle Hilfe, denn so ein Hass kann Menschen dazu bringen immer wieder neue Beziehungen einzugehen, um diesen Personen Schmerz zuzufügen oder gar umzubringen.

Grade heute noch habe ich einen solchen nachgespielten Fall in einer der vielen Gerichtsshows gesehen.

Über all diese Dinge konnte ich so ausführlich schreiben, weil ich fast die ganze Spannbreite, über die ich geschrieben habe, selbst erlebt habe. Hinzufügen will ich noch, dass ich keinerlei Hass auf das andere Geschlecht empfinde und entwickelt habe.

Und ich denke, es ist unnötig zu erwähnen, dass ich mich wegen der Anfangsszenerie nie umgebracht habe.

Allerdings muss ich eingestehen zu der Kategorie Mensch gehört zu haben, die sich selbst verletzt haben und gedacht haben zu feige zu sein, um sich umzubringen.

In dieser, für mich, schweren Zeit habe ich allerdings sehr gute Freunde gehabt, die mich aufgemuntert, mir Mut gegeben und mich am Leben gehalten haben.

Heute kann ich stolz sagen, dass ich, seit ich mit meinem jetzigen Freund zusammen bin, nicht mehr so denke, trotz Fernbeziehung sehr glücklich bin und anderen, die die selben Probleme haben, wie ich sie einst hatte, helfe darüber hinweg zu kommen, dem Tod den Rücken zu zukehren und sich dem Leben zu zuwenden.

18
Mai
08

Die Tore der Wortfabrik öffnen sich

Hallo Leute,

Heute Abend öffnet die Wortfabrik ihre Tore. Näheres zum Konzept gibt es hier

Bisherige Autoren:

tinytis

valarcux

sangreal90

18
Mai
08

Gedanken eines 14-jährigen Mädchens

Ich sitze in meinem Zimmer,

bin traurig,

schaue mich um,

sehe die Schere.

Sie glänzt im Licht meiner Schreibtischlampe.

Ich nehme sie in die Hand,

fahre mit meinem Daumen über die Klinge.

Ich denke über mein Leben nach

und welchen Sinn es überhaupt noch hat,

ob es jemals einen Sinn hatte?

Mir kommen meine Freunde in den Sinn.

Sie würden mich nicht vermissen.

Keiner würde das.

Warum erschafft Gott Leben,

wenn es einem dann so schlecht geht?

man nicht mehr Leben will?

Kann man das eigentlich noch Leben nennen?

Ist es nicht viel mehr Dahinvegetieren?

Egal was es ist,

es ist in jedem Falle sinnlos.

Existiere ich noch?

Der Tod und was danach kommt, wär bestimmt viel schöner.

Warum werden einem immer Leute die man liebt genommen?

Wieso sind manche Städte so weit voneinander entfernt?

Wer ist Schuld an allem Leid?

Gott?

Der Staat?

Ich?

Mir ist egal, wer die Schuld auf sich nehmen sollte,

das einzige was ich will ist Liebe…

Aber man wird Tag für Tag davon abgehalten sie auszuleben…

Ich bin gerade mal 14 Jahre alt,

aber ich fühle mich wie 80 oder älter.

Wär ich mal lieber 80,

dann hätt ich diese Probleme jetzt nicht.

Ich hätte keine Probleme mit meinem Freund

Und mit dem was meine Eltern dazu sagen.

All das geht mir jetzt durch den Kopf, wenn ich die Schere in der Hand habe und sie anstarre.

Und je länger ich über alles nachdenke,

desto schmerzerfüllter werde ich.

Ich will nur alleine sein.

Und ich bin allein,

habe die Schere in der Hand

und setze sie an meinen Arm.

Ich drücke zu,

ritze mir in die Haut.

Der Schmerz tut gut,

ich spüre keine innerlichen Gefühle mehr.

Nur noch den Schmerz meines Armes.

Wieder setze ich die Schere an.

Wieder ritze ich hinein,

diesmal stärker.

Es blutet.

Das Blut zu sehen tröstet mich,

es löst eine innere Zufriedenheit in mir aus.

Mir wird warm.

Die Stelle an der es blutet brennt,

brennt wie Feuer.

Jetzt setze ich die Schere direkt an die Ader an,

drücke zu,

aber lasse wieder los.

Ich bringe es nicht über mich.

Und jetzt geht’s mir noch schlechter als vorher,

verabscheue mich, für das was ich getan habe.

Ich wollte es doch nicht wieder tun,

aber ich habe wieder einmal versagt,

meinen Willen quasi gegen meinen Willen gebrochen…




 

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