06
Jul
09

Sir Murtagh.

Mein Name ist Sir Murtagh. Ich gehöre den Reitern der Eklipse an und habe eine entscheidende Rolle bei der Schlacht von Dilantòr gespielt. Doch meine Geschichte ähnelt in keinster Weise der eines anderen Dunklen Reiters: sie ist — gelinde gesagt — sehr turbulent und es auf jedenfall wert, erzählt zu werden.

Alles begann vor einigen Jahren — ich war damals Mitglied der berühmten Weißen Ritter unter Lord Mikael — als die Schwarzen Horden sich im Herrschaftsgebiet Dilantòrs niederließen. Natürlich war Mikael alles andere als erfreut, herrschte er doch schon seit Jahren uneingeschränkt über Dilantòr, das schon immer in Zwist mit den Schwarzen Horden stand. Keiner hat es ihm damals verübelt, dass er angesichts der Dunklen die Beherrschung verlor und ohne Kundschafter loszuschicken den Angriffsbefehl gab — aber damit nahm das Unheil seinen Lauf.

Es wurde zuerst ein kleiner Trupp heiliger Magi ausgesendet, der eigentlich stark genug war, diese „Hand voll Dunkler“, wie Mikael sie genannt hatte, zu besiegen. Doch weit gefehlt! Die Schwarzen Horden hatten Dilantòr wohl als neues Wohngebiet auserkoren und wollten sich heimisch niederlassen, jedenfalls waren sie mit Kind und Kegel vertreten und machten so (dank eines Verhältnisses von etwa 20 000:1) aus den Heiligen Magi Heiliges Kleinholz und rotes Weihwasser. Als Erwiderung auf die Magi schickten sie ihre besten Krieger in Richtung Schloss Mikallia, wo Mikael regierte. Die waren natürlich nicht mit ein paar Magi aufzuhalten; Dilantòrs gesamte Armee wurde kampfbereit gemacht. Und hier komme ich ins Spiel.

Wie bereits erwähnt, gehörte ich den Weißen Rittern an, einer Eliteeinheit in Mikaels Armee. (Genauer gesagt, war ich sogar Truppenführer). Zugegeben, man hätte mich, wenn man mich mit meinen roten Augen und dem schulterlangen schwarzen Haar, sowie meiner Vorliebe für schwarze Kleidung gesehen hätte, nicht unbedingt für einen Weißen Ritter gehalten, aber ich war — bei aller Bescheidenheit — der Beste unter ihnen und hatte auch nie mit dem Gedanken gespielt, einen meinem Äußerem entsprechenderen Posten einzunehmen, auch wenn das oft gemunkelt wurde. Mir gefiel die Position bei den Weißen Rittern — es verschafft natürlich auch ungeheures Ansehen, wenn man zu ihnen gehört. Wir jedenfalls musssten als beste Kampfeinheit natürlich an vorderster Front kämpfen. Wir zogen also mit vielen anderen Einheiten zusammen Richtung Plateau Dilán, der großen Ebene, wo die Armeen aufeinandertreffen würden.

Es war wirklich ein erschreckendes Bild — Schreie ertönten und an vielen Stellen sollen Soldaten in Ohnmacht gefallen sein, selbst ich rang stark mit meiner Beherrschung. Meine Knie zitterten wie Espenlaub in einem Orkan und meine Hand, die ich auf den Schwertknauf in meinem Gürtel gelegt hatte, fühlte sich an, als befänden sich in ihrem Inneren keine Muskeln, sondern das, was mein Schoßhund des öfteren als Ergebnis von Verdauungsstörungen von sich gibt. Meine Schwertspitze zog kleine Kreise, als tanze sie vor Freude — wobei Freude in unserer Armee wahrscheinlich nicht ein mal mehr als Erinnerung vorhanden war. Schließlich nahm ich mich zusammen und blickte dem Unheil direkt ins Auge.

Auf den ersten Blick sah man nicht viel; eine Woge aus schwarzen oder schwarz gekleideten Leibern, aus denen alle hundert Meter die große Standarte der Schwarzen Horden herausragte: ein schwarzer Totenkopfrelief auf giftgrünem Grund — das Bild, vor dem die meisten Dilantòrer sich mehr fürchteten als vor dem Tod. Die Woge schien endlos zu sein — sah man nach links, erstreckte sie sich bis zum Horizont, sah man nach rechts, erstreckte sie sich bis zum Meer, an das Dilantòr grenzt. Man konnte natürlich nicht sagen, dass Dilantòr weniger Soldaten hatte oder diese schlechter ausgebildet waren, trotzdem wurde einem beinahe übel, wenn man die großen Orks und Trolle, die furchterregenden Werwölfe, geritten von gemeinen kleinen Goblins, und die Schwarzen Magi, sowie die von ihnen herbeigerufenen Dunklen Geister und Untoten sah. Weit hinten in ihrer Armee sah man, von den vier größten Orks getragen, den großen Thron mit dem Schwarzen Magus Mal-Raven, der von einer unheimlichen schwarzblauen Aura umgeben schien. Allein bei seinem bloßen Anblick rannten manche schreiend in die Kapellen und beteten, was sie konnten. Doch Götter würden in dieser Schlacht nicht mehr helfen können. Es lag allein an uns.

Die Fronten prallten aufeinander. Sofort sah ich mich im Gefecht mit zwei Orks, einem Werwolfsreiter und einem Dunklen Adepten, die auf mich einschlugen, mich zu beißen versuchten und mich mit Kalter Magie angriffen. Doch mein Schwert ließ mich vorerst nicht im Stich. Ich schlug wie ein Besessener um mich, um etwas Spielraum zu gewinnen, und versetzte dem einen Ork einen schweren Schnitt in den Oberarm, sodass der vor Schmerz zu Boden ging und mein Pferd Dorn mit grünem Blut bespritzte. Es scheute und trat ihm ins Genick. Den zweiten Ork konnte ich mit einem Schwertstoß mitten durchs Herz niederstrecken und dem Werwolf rammte ich meinen silberbeschlagenen Stiefel in das reißzahnbestückte Maul. Der kleine Goblin auf seinem Rücken wurde zu Boden geschleudert und von wütenden Soldaten beider Parteien zertrampelt. Mit dem Dunklen Adepten, der außer seiner Magie keine nennenswerten Fähigkeiten hatte, hatte ich leichtes Spiel. Doch kaum hatte ich diesen Ansturm bezwungen, wurde ich schon wieder bedrängt. Mein Schwertarm wirbelte wie der Blitz durch die Luft, mit dem anderen, schildbestückten wehrte ich Angriffe ab, schnell wie der Wind. Doch selbst ich konnte dies nicht ewig durchhalten, und ohne die magischen Kraftreserven, die unsere Magi den Soldaten — und auch mir — übertrugen, wäre ich schon längst von Dorns Rücken gefallen. Mein Schwert aus reinstem weißem Feensilber blitzte rot oder grün — manchmal auch schwarz — auf, wenn es vom Blut der gefallenen Gegner trank und mein Schild fing Schläge mit dumpfen Tönen ab, und die ehemals weiße Oberfläche war nun schwarz. Auch Dorn war nicht mehr das, was man einen Schimmel nennen konnte — eher ein bunt geflecktes Zirkuspferd (nur, dass es im Zirkus wesentlich lustiger zuging). Plötzlich kam ein Pfeil auf mein Herz zugeflogen. Ich konnte mich gerade noch rechtzeitig ducken, doch traf er mich im rechten Auge. Weiße Magi konnten zwar alle möglichen Arten von Verletzungen heilen, aber um Augen zu regenerieren, brauchte man schwarze Magie, denn nur ein Todesopfer verschaffte einem genügend Energie, die Sehkraft wiederherzustellen, und natürlich konnte man nicht einfach irgendein Kriegsopfer verwenden. Eine komplizierte Zeremonie war nötig und es musste Neumond sein. Ich brüllte vor Schmerz auf, riss eine Keule einem nahen Ork aus der Hand und warf sie mit letzten Kraftreserven nach dem Schützen. Er ging zu Boden, und ich verlor für einen Moment die Besinnung. Als ich wieder zu mir kam, lag ich neben Dorn, umringt von Schwarzen Magi, auf blutgetränktem Boden. Doch sofort preschten die noch lebenden Weißen Ritter auf mich zu und wüteten unter den Magi so sehr, dass ich Dorn wieder besteigen konnte und meinerseits angreifen. Wir löschten die Magi aus und die Schlacht ging weiter. Wie lange, weiß ich nicht mehr, doch ich kämpfte mit doppelter Wut und halber Sehkraft wie ein Wilder. Plötzlich sah ich, dass alle anderen Weißen Ritter ausgelöscht waren und ich der Einzige dieser Eliteeinheit war, der noch stand.

Ein schwarzer Schatten kam auf mich zu. Ich schrak zusammen. War dies einer der Dunklen Geistern, die die Nekromanten der Schwarzen Horden beschworen hatten? Sie sollten den Körper willenlos machen und ihn dazu zwingen, für die Schwarzen Horden zu kämpfen!

Er kam immer näher. Ich sah mich um. Weglaufen war in diesem Kampfgetümmel unmöglich! Mir blieb nichts anderes als zu bleiben.

Probeweise schwang ich mein Schwert gegen ihn; ein Ruck ging durch meinen Schwertarm, und ein unheimlicher Ton erklang, so, als ob die Welt für kurze Zeit aus den Fugen geraten wäre; er ging mir bis ins Mark und entzündete in meiner Seele ein Feuer der Furcht, so heiß, dass ich mich wunderte, dass keine Krieger um mich her verbrannten. Ich sah mein Schwert an, und die Klinge war schwarz geworden — doch nicht einfach nur schwarz, sondern von einem so tiefen und lebendigen Schwarz, dass es sich anfühlte, als sei ich blind geworden. Es hielt mich gefangen; doch ich schaffte es, alle Willensstärke aufzubringen und den Blick abzuwenden.

Ich hätte es besser nicht tun sollen, denn um mich herum sah es alles andere als rosig aus: Weitere Dunkle Geister waren aufgetaucht und stürzten sich auf unsere Krieger.

Der Schatten berührte mich. Es war, als ob die Welt zu existieren aufgehört hätte. Ich sah nichts mehr, nur dieses unheimliche, lebendige Schwarz. Ich hörte keinen Schlachtenlärm mehr, sondern nur noch den tiefen, unheimlichen Ton des Todes, den ich vorher schon vernommen hatte. Es gab nichts mehr um mich herum, es gab selbst mich nicht mehr. Es gab nur noch Dunkelheit, die mein ganzes restliches Bewusstsein ausfüllte. Eine lebendige, sich windende Dunkelheit, an deren Rand sich Schatten bewegten. Ich fühlte mich (mich?) wie der lebendig gewordene Tod. Es hielt an, immer weiter, bis ich mir wünschte, zu sterben (falls ich denn noch lebte), und selbst danach noch. Eine Sekunde lang, die so lange dauerte wie zehn Ewigkeiten, sah ich einen reinen weißen Lichtblitz in all dem Schwarz und der Teil von mir, der trotz meiner Nicht-Existenz noch denken konnte, wusste, dass nichts mehr so sein würde wie früher.

Und dann hörte es auf. Ich lag auf dem Schlachtfeld, unbeachtet von Freund und Feind (wer auch immer das sein mochte), Dorn neben mir. Doch etwas war anders. Alles sah dunkler aus. Dorns Fell hatte eine glänzend schwarze, lebendige Farbe angenommen, das selbe Schwarz, das ich die ganze Zeit wahrgenommen hatte, doch es schien nicht mehr unheimlich, sondern vertraut. Nicht nur meine Wahrnehmung schien sich verändert zu haben, sondern auch meine Denkweise. Ich verspürte einen unheimlichen Hass auf Mikael und die Weiße Armee und fühlte mich sehr hingezogen zu den Reitern der Eklipse, das Schwarze Gegenstück der Weißen Reiter.

Und dann fühlte ich es. Ich war … — Ich bin … — »ICH BIN EIN DUNKLER!« Die Worte kamen aus meinem Mund geströmt und fühlten sich richtig an. Ich war ein Dunkler. Und ich bin ein Dunkler!

Meine Aufnahme in den Reitern der Eklipse und alles übrige war nicht weiter kompliziert: Wir hielten eine kleine Aufnahmezeremonie ab und schon war ich wieder mittendrin. Mein Auge allerdings konnten selbst die Dunklen jetzt nicht mehr heilen, es war schon zu lange zerstört. Wir preschten also wieder an die Front und neue, Dunkle Kraft befähigte mich, viel besser zu kämpfen, als ich es selbst in meinen besten Zeiten bei den Weißen getan hatte.

Nun waren die Weißen besiegt. Dilantòr gehörte uns; und ich gehörte zum ersten Mal in meinem Leben wirklich mir. Mein Körper war durch die Dunkle Magie gestärkt, meine Sinne geschärft worden — und ich vermisste mein Weißes Leben keine Sekunde lang.

Ich bin Sir Murtagh, Reiter der Eklipse.

19
Mär
09

Ein offener Brief zu IPv6

Dies ist ein offener Brief an alle Internet-Service- und Hosting-Provider.

Diesen Brief habe ich aufgrund der aktuellen Lage vor allem in Hinsicht auf momentane ISPs an den meinigen (1&1, falls der geneigte Leser sich erinnert) gesendet und möchte ihn auch hier als lesenswerten Artikel und Referenz veröffentlichen.

Weitere Informationen zu IPv6 finden sich beispielsweise auf der Wikipedia oder bei SixXS.

weiterlesen ‘Ein offener Brief zu IPv6′

23
Nov
08

nicht einschlafen!

Der/Das letzte Post ist schon wieder lange her. Jetzt könnte man glatt von der Sommerpause in die Winterpause übergehen.  – Das machen wir aber nicht. Im Herbst habe ich meine angefangene Geschichte weitergschrieben und fast vollständig geplant. Der Anfang sieht nun etwas anders aus. Aber ließt selbst:

Epilog

Ich wurde gebeten im Rahmen der Feierlichkeiten zum 5-jährigen Jubiläum von Evolution City ein paar Zeilen zu verfassen. Seit nunmehr fünf Jahren bietet uns diese großartige Stadt Sicherheit, Geborgenheit und Luxus. Einen Luxus den anderen nicht genießen können. Mit diesen Zeilen möchte ich ihnen unsere Heimat näher bringen. Die Geschichte dieser Stadt ist eng mit der meinen Verbunden. Ich denke es ist im Interesse des Lesers, wenn ich mich kurz vorstelle.

Mein Name ist Jörg Rheinberg. Sicher haben sie als Bürger von Evolution City diesen Namen schon einmal im Zusammengang mit ihrer Heimat gehört. Ich wurde 1995 in einem kleinen Ort an der Elbe geboren. Im Jahr 2019 studierte ich Ingenieurswesen an der Universität Hamburg. Die Umweltverschmutzung schritt damals rasend voran. Die Auswirkungen sah ich täglich wenn ich aus meinem Zimmer auf die Elbe schaute. Durch das immer tiefere Ausbaggern der Elbe verschwanden nach und nach die Fische. Die letzten Fischer in meinem Ort wurden Arbeitslos. Immer häufiger sah ich verschmutze Tierkadaver am Ufer liegen. Ich beschloss meine Diplomarbeit über ein System zu schreiben, dass den Menschen ein Leben ohne weitere Umweltverschmutzung ermöglichte. Das System was in meinem Kopf entstand ging weit über mein Fachgebiet hinaus. Ich befürchtete, die Fakultät würde meine Arbeit mit der Begründung abweisen, dass die Idee zu weit vom herkömmlichen Betätigungsfeld des Ingenieurs entfernt sei. Aber ich hatte mich geirrt. Meine Arbeit wurde hoch gelobt und - wie ich nun weiß, nicht nur von meinen Professoren gelesen. Nach meinem Studium baute ich mit einigen Studienfreunden ein kleines Ingenieursbüro auf. Alles lief gut und schien sich bestens für mich zu entwickeln.

Die Einleitung

Drei Jahre nach meinem Diplom bekam ich, mitten im heißen Sommer, Besuch von zwei unauffällig gekleideten Herren, die mich für eine Beratertätigkeit anwerben wollten. Ich nahm an und fuhr zum vereinbaren Termin in die Hauptstadt. Am Bahnhof erwartete mich ein Fahrer in einer schwarzen Mittelklasselimousine. Mir klappte das Kinn herunter als ich sah, vor welcher bekannten Berliner Adresse er mich absetzte. Der Waschmaschine. Dem Bundeskanzleramt.


31
Jul
08

Sommerloch

Liebe Leser,

bitte wundert euch nicht, wenn sich hier eine Weile nichts tut. Unsere Autoren arbeiten gerade an anderen Dingen oder machen Urlaub.

Ich gehe jetz auch in die Sommerpause. Nicht aber ohne euch einen kleinen Schnipsel Text dazulassen:

Im Jahre 2025 kam es in Folge eines Kühlwasseraustrittes zur Überhitzung der Brennstäbe im Atomkraftwerk Unterweser. Der Kernreaktor explodierte und setzte innerhalb weniger Minuten atomare Strahlung über dem Westen vom Deutschland frei. Die meisten Opfer gab es innerhalb der ersten 24 Stunden. Danach begann die Regierung zusammen mit ihren Partnerstaaten damit Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Fläche rund um die Ruinen des AKW Unterweser, der Ground Zero, wurde zur absoluten Sperrzone erklärt. Während Rettungsmannschaften, Lebensmittel und andere Hilfsgüter in der Bundesrepublik eintrafen, begann die größte Evakuierungsaktion der Geschichte. Europa hatte aus Chernobyl gelernt und begann alle gefährdeten Gebiete zu räumen.“

Via: Meine Webseite - Bereich Projekte

10
Jul
08

Taz.de – Nazideutschland!

Eigentlich ist dies der falsche Ort für das nun folgende, aber weil hier mehr Leser sind möchte ich euch diesen kleinen, wieder ausgegrabenen Screenshot nicht vorenthalten.

TAZ.de und das Sozialministerium

TAZ.de und das Sozialministerium

Was assoziiert ihr dabei?

Wo es gefunden wurde:

Im Rahmen der Hitlerauftritte von Stromberg.

Aktuelles zu unserem Kopflosen

30
Jun
08

Destroying the Unity.

Dearest friends of the German language,

today you will not be pleased. This tale is written in English. ;-)

I wrote it during an English lesson, as a result of being bored, and refined it a little bit at home.

It is not as philosophical as the stories Sangreal and Tinytis wrote, but anyway, it’s gonna go into public. (Sorry.)

 


 

 

The Unity blew up in many parts. I could just save my bare life and escape into a nearby planet’s glass house for man-eating plants. As I think, I was the only human being who survived the acts of violence. Sadly I looked out of the large windows and watched the broken Unity parts move through the vain. They somehow reminded me of fallen oak leaves floating on a lake surface. Suddenly, I heard a cracking noise from behind. When I jumped and turned around, it was already too late. Two huge worms crouched onto me, which I watched shiveringly, not even thinking of escape. Tentacles sprouted out of their heads and held my arms and legs so that I couldn’t move, nor could I scream, because I could hardly breathe due to the hard wrap around my body.

Now, tentacles slipped into my head through my nose and ears. (I wonder if you actually wanted to know that.) My vision blurred. Strange colors became visible, they seemed like color baloons filled with paint which were flying at me and exploding. I had taken many sorts of psychedelic drugs in my long galactic life, but the experiences of these had not been half as realistic as that – and not a quarter as painful. I heard strange sounds and felt like my brain was pulled out of my head through my eyes.

weiterlesen ‘Destroying the Unity.’

11
Jun
08

Wie beginnt man eine längere Geschichte?

Was meint Ihr?

Ich habe bisher immer am Anfang eines Tages begonen oder direkt vor der ersten Handlung. Für mein sekundäraktuelles©™ Projekt habe ich vorläufig diesen Einstieg getippt.

„Wie beginnt man eine Geschichte? Und vor allem wo? Lassen wir sie mit meiner Geburt beginnen. Ich erblickte das Licht des Tages an einem sonnigen Vormittag im Juni. – Den Vormittag des Weltflüchtlingstags. Die Bedeutung dieser Begebenheit wurde mir allerdings damals noch nicht klar – versteht sich.“

In dem Moment als ich es tippte klang es ganz gut. Jetzt finde ich es den letzten Scheiß.

Was sagt ihr? Und wie würdet ihr beginenn?

Bonus-/Gewinnfrage: Wann wurde ich geboren?

06
Jun
08

Was an der Mauer zu lesen ist (Writing on the wall)

Ich lief, rannte rannte immer weiter, nur weg, ganz weit weg.

Weg von diesem Ort des Schreckens.

Weg von diesem Ort der Qual.

Weg von diesem Ort des Bösen.

Weit weit weg von dem Ort den Eltern „Bildungstätte“ nennen.

Ich lief, rannte rannte immer weiter, nur weg, ganz weit weg.

Dann sah ich die Mauer, und ich sah was da geschrieben stand.

Und ich sage euch, ich brauche keine Arme die mich schützen,

keine Medikamente um mich kontrollieren zu lassen.

Ich bin ich.

Alle sollen das wissen.

Alle sollen das akzeptieren.

Ich sah die Mauer, und ich sah was da geschrieben stand.

Und ich begriff, dass es keine Rolle spielen würde wer ich bin.

Wichtig ist DAS ich bin.

Das ich ein Teil von EUCH bin.

Zusammen sind wir die Kraft.

Zusammen sind wir Groß.

Obwohl wir alle allein nichts sind.

IHR müsst begreifen, dass unsere einzige Hoffung die Gedanken der Kinder sind.

IHR dürft sie nicht kontrollieren.

Ich sah und las: Wir werden wir im Anbruch der Dämmerung angreifen.

Und ich wusste ich war bereit. WIR waren bereit.

Und wenn nicht, würden wir dann bereit sein.

… Der Zeitpunkt ist gekommen.

Ein „Gedicht“ nach: Pink Floyd – Another brick in the wall, Billy Talent - Red Flag

Ich würd mich über ne Rückmeldung zu diesem Text sehr freuen, da er im betrunkenen Zustand entstanden ist und selbst auf mich etwas zu wirr wirkt.

Danke fürs lesen.

06
Jun
08

Die Erlösung?!

Der nun folgende Text ist ein Rückblick auf eine Zeit die ich durchlebt habe und baut auf damalige Überlegungen auf. Bitte seid nicht zu sehr schockiert. Ich habe mich geändert und mittlerweile wieder viele Gründe das Leben zu genießen. Für und wegen Herrn Dr. Schäuble Wolfgang habe ich sogar die „Amokoption“ zensiert.

Ich hatte an alles gedacht. Hatte stundenlang auf meinem Bett gelegen und an die Zimmerdecke gestarrt. Meine Zukunft war eine Wand aus schwarzem Nebel, meine Gegenwart die Hölle auf Erden. Ich erwachte morgens in der Gewissheit wieder in diese Hölle zu müssen und kam mittags in der Gewissheit wieder zurück, von meinen Eltern kein Verständnis zu bekommen. Den Nachmittag verbrachte ich damit Abstand zu nehmen, trieb mich im Web herum. Doch ich schaffte es nie mich vom Vormittag zu lösen.

Irgendwann wurde mir klar, dass ich all dies nicht länger ertragen würde-

Es würde der Tag kommen, an dem ich etwas Grausames tun würde. Ich sah den Tag, an dem ich Rache üben würde. An all denen die mein Leben zur Hölle machten. Jenen Fürsten des Grauen, die andere niedermachten um ihre eigenen Schwächen zu verstecken. An diesem Tag würde ich zum Gegenangriff übergehen. Einer Tat, grausamer als alles zuvor gekannte. Ich würde sie nicht einfach töten - NEIN! Ich würde sie quälen, ich würde ihren Geist zerstören. Denn Fleisch, das hatte ich gelernt, konnte abstumpfen. Zu einer Hülle die nichts mehr fühlte, nichts mehr wahrnahm. Nein, ich würde ihre Seele zerstören, ihren Geist brechen. Und ich würde es langsam tun.

Wenn sie dann flehend und winselnd vor meinen Füßen im Staub liegen würden, dann würde ich sie erhören und ihrer jämmerlichen Existenz ein Ende bereiten.

Und anschließend? Anschließend würde ich ihnen nachkommen.

Egal ob Himmel oder Hölle. Ich würde über sie gesiegt haben – und ich war bereit die Konsequenzen dafür zu tragen.

Doch eine tiefe Innere Stimme sagte mir, dass das falsch war. Ich besaß etwas, dass sie nicht besaßen. Ein Gewissen.

Und so arbeitete ich an einem Plan. Er sollte mein letzter sein. Ein endgültiger, der mich vor dem Weg bewahrte, den ich schon begann zu gehen.

Ich hatte an alles gedacht. Ein Brief war geschrieben. Für jeden Menschen der mir noch etwas bedeutete, eine Zeile.

Und dann brach der Tag an. Als ich aufwachte wusste ich, heute war der Zeitpunkt gekommen. Ich stand auf, machte mein Bett und legte meine letzten Zeilen darauf.

Daneben zwei Steine. Kalte schwarze Steine. Sie sollten meine letzte Nachricht umranden.

Ich griff in die unterste Schublade meines Schreibtisches, nahm das Paket heraus und steckte es ein. Dann ging ich zum Frühstück. Meine Eltern beachteten mich nicht.

Wären sie an diesem Morgen aufmerksam gewesen, so wäre ihnen vielleicht die Beule in meinem Hosenbund aufgefallen.

Der Bus war voll wie immer. Erstaunlich schnell spürten mich meine Peiniger auf. Sie begrüßten mich mit einem Schwall Beleidigungen und einem Fußtritt.

Der Tritt hatte meine Kniekehle getroffen. Doch ich kippte nicht um. Ich spürte keinen Schmerz.

Meine Hand hatte in Richtung meines Hosenbundes gezuckt. Doch dafür war der kalte Stahl nicht gedacht.

Ich lächelte meinen Unterdrücker an. Das schien ihn zu verwirren und er wich zurück. Vielleicht war es auch der kalte, gefährliche Blick, mit dem ich ihn bedachte.

Wir kamen an der Schule an. Aber ich ging nicht ins Klassenzimmer.

Schon vor Wochen hatte ich diesen Weg geplant. Mein letzter Gang.

Ich ging über den Pausenhof, der nun verlassen dalag.

An den Sporthallen angekommen wartete ich einen Moment. Oben in der Schule läutete der Gong. Für die anderen begann ein ganz normaler Tag. Ein Tag der für mich der letzte sein sollte. Dann kletterte ich aufs Dach. Es war ganz einfach. Am Eingang gab es ein kleines Geländer. Von dort konnte ich mich bequem aufs Dach ziehen. Oben angekommen blickte ich mich um. Ich sah das Schulgebäude. DIES war die Hölle. Alles andere konnte nur besser sein.

Als ich den Gegenstand aus meinem Hosenbund nahm wehte eine leichte Briese. Ich überprüfte das Instrument ein letztes Mal. Einwandfrei. 2 Patronen. Gesichert.

Ich drehte mein Gesicht in den Wind, ließ es ein letztes Mal vom Wind streicheln. Dann nahm ich den Rucksack ab und stellte ihn vor mich. Ich nahm die Pistole und entsicherte sie, hielt sie mir an den Kopf. Der kalte Stahl an meiner Schläfe fühlte sich gut an. Meine Hand umfasste den Abzug. Ich zögerte nicht und drückte ihn durch. Das Projektil verließ die Waffe.

In diesem Moment wusste ich, dass nun alles endgültig war. Nichts ließ sich mehr ändern.

Mein Kopf produzierte noch einmal Bilder aus besseren Zeiten. Ein Best-of. Wer hätte gedacht, dass ich allein sterben würde.

Und dann traf die Patrone ihr Ziel. Ich wusste, dass ich mein Ziel erreicht hatte. Und während mein Körper nachgab und zu Boden glitt legte sich ein zufriedenes Lächeln auf mein Gesicht.

Ich war erlöst…

06
Jun
08

Abend am Strand

Ein schon etwas älterer Text über zwei Verliebte:

Gemächlich schlenderten wir die Uferpromenade entlang. Eine leichte Briese wiegte den Strandhafer hin und her. Die Sonne glänzte wie ein rot-goldener Feuerball knapp über der Wasseroberfläche. Dieser Feuerball schien das Meer angesteckt zu haben. Die Wasseroberfläche leuchtete wie ein einziges goldenes Feld. Weit entfernt lief langsame, ruhige Musik. Hin und wieder schrie eine Möwe und es klang so als würde sie den Tag verabschieden wollen. Das Kindergeschrei das noch vor einigen Stunden über die Promenade gehallt war, war verklungen. Stattdessen hörte man nun das beständige plätschern der Wellen. Mir kam der Satz „Sommer ist das was in deinem Kopf passiert“ in den Sinn. DAS ist der Sommer dachte ich. Vereinzelt trafen wir auf (andere) Paare die Hand in Hand gingen und die Zweisamkeit genossen…

Einige Schritte vor uns sah ich eine verlassende weiße Holzbank. Vorsichtig bewegten sich meine Füße dorthin. Wir setzten uns und ließen den wunderschönen Moment auf uns wirken.

Am Horizont konnte man mehrere Segel erkennen.

Behutsam rückten wir näher aneinander, In einem günstigen Augenblick hob ich meine Hand um mir die Haare aus der Stirn zu streichen. Als ich sie wieder senkte fand sie die ihre (?).

Wir blickten uns an In ihren braunen Augen konnte ich ein verzauberndes Blitzen erkennen.

Ihre dunkel braunen Haare wehten im Wind und gaben ihrem schönen Gesicht einen atemberaubenden Anblick. Verführerisch zwinkerte sie mir zu. Sie nahm meine andere Hand und zog mich zärtlich hoch. Wir zogen unsere Schuhe aus und wanderten durch den warmen Sand an die Wasserkante. Sie lächelte mich an und wir ließen uns in den Sand fallen. Ich legte einen Arm um ihre Schulter und zog sie sanft an mich. Sie verstand und lehnte sich an. Für einen Moment schloss ich die Augen und spürte das Adrenalin durch meinen Körper schießen. Als ich die Augen wieder öffnete blickte ich in ein mir bekanntes Paar brauner Augen. Ein gemischter Geruch aus maritimem Parfüm, Tang und Salz stieg mir in die Nase. Ihre Lippen nähren sich den meinen.

Sie legte ihre Arme um meinen Hals und lächelte mich bezaubernd an. Wie von selbst wanderte meine freie Hand zu ihrer Wange. In diesem Augenblick konnte ich jede ihrer Sommersprossen einzeln sehen. Dann trafen sich unsere Lippen…




 

November 2009
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